
Die Bürgergemeinschaft für Solingen (BfS) fordert die Geschäftsführung der Servicegesellschaft Klinikum Solingen GmbH dazu auf, umgehend einen gerechten Haustarifvertrag mit der Gewerkschaft ver.di abzuschließen und endlich eine verlässliche Regelung der Altersversorgung für die Beschäftigten herbeizuführen.
Bereits bei der damaligen Entscheidung zur Ausgliederung der Servicebereiche aus dem Klinikum hatte die BfS im Rat der Stadt Solingen gegen die Gründung der Servicegesellschaft gestimmt. Schon damals haben wir deutlich auf die absehbaren Folgen hingewiesen: schlechtere Bezahlung, unsichere Perspektiven und eine Zwei-Klassen-Belegschaft innerhalb eines kommunalen Krankenhauses.
„Die Beschäftigten der Servicegesellschaft leisten Tag für Tag unverzichtbare Arbeit für das Klinikum und damit für die Gesundheitsversorgung in unserer Stadt“, erklärt Patrick Hinck (Mitglied im Aufsichtsrat des Klinikums Solingen). Jan-Michael Lange ergänzt: „Es ist nicht hinnehmbar, dass Mitarbeitende im Service dauerhaft schlechter gestellt werden als ihre Kolleginnen und Kollegen im Kernklinikum. Gute Versorgung gibt es nur mit fairen Arbeitsbedingungen.“
Aus Sicht der BfS ist jetzt der Zeitpunkt gekommen, die Fehlentwicklungen der vergangenen Jahre zu korrigieren:
• Ein gerechter Haustarifvertrag mit ver.di muss bessere Löhne, klare Aufstiegs- und Entwicklungsmöglichkeiten sowie verlässliche Arbeitsbedingungen sichern.
• Die Altersversorgung der Beschäftigten der Servicegesellschaft muss abschließend und fair geregelt werden, um Altersarmut vorzubeugen und die Lebensleistung der Mitarbeitenden anzuerkennen.
Die BfS erinnert daran, dass die Stadt Solingen eine besondere Verantwortung für ihr kommunales Klinikum und die dort beschäftigten Menschen trägt. „Wer von den Beschäftigten Flexibilität und Engagement erwartet, darf ihnen nicht auf Dauer tarifliche Standards vorenthalten.“
„Wir stehen an der Seite der Beschäftigten und ihrer Gewerkschaft“, so Martin Bender für die BfS. „Die Ausgliederung war ein Fehler – jetzt muss zumindest dafür gesorgt werden, dass die Menschen, die unter diesen Strukturen arbeiten, einen gerechten Tarifvertrag und eine gesicherte Altersversorgung erhalten.“
Die BfS wird das Thema weiter in den städtischen Gremien auf die Tagesordnung setzen und erwartet von der Geschäftsführung des Klinikums sowie der Servicegesellschaft, gemeinsam mit ver.di zügig zu einer tragfähigen Einigung zu kommen.


