
Die Fraktion der Bürgergemeinschaft für Solingen (BfS) kritisiert scharf die Ablehnung ihres Antrags zur Erarbeitung eines nachhaltigen Beleuchtungskonzepts für die zur allgemeinen Nutzung geöffneten Schulhöfe in Solingen durch CDU, SPD, Grüne, Linke, FDP, SG Zukunft und AfD.
Der Antrag der BfS hatte ein klares Ziel:
– Angsträume auf Schulhöfen reduzieren,
– Sicherheit und Nutzbarkeit der Flächen in den Abendstunden verbessern,
– und dies energetisch sinnvoll und klimabewusst mit moderner LED‑Technik, Bewegungsmeldern und der möglichen Nutzung von Photovoltaik umzusetzen.
„Wer Schulhöfe öffnet, muss auch dafür sorgen, dass sie sicher nutzbar sind – und zwar nicht nur am hellen Nachmittag, sondern auch in den frühen Abendstunden und den dunklen Monaten“, erklärt Paul Bender, schulpolitischer Sprecher der Bürgergemeinschaft für Solingen. „Die Ratsmehrheit hat diesen Zusammenhang heute ignoriert – und lässt damit Kinder und Jugendliche im wahrsten Sinne des Wortes im Dunkeln stehen.“
**Angsträume werden billigend in Kauf genommen**
Die Öffnung von Schulhöfen zur allgemeinen Nutzung ist grundsätzlich zu begrüßen. Sie schafft dringend benötigte Spiel- und Aufenthaltsflächen. Doch ohne angemessene Beleuchtung entstehen insbesondere in der Dämmerung und bei Dunkelheit Bereiche, die von vielen Kindern und Jugendlichen gemieden werden.
„Wir wissen aus zahlreichen Rückmeldungen, dass es viele Jugendliche gibt, die in dunklen Ecken schlicht Angst haben“, so Paul Bender. „Wer dann ein Lichtkonzept ablehnt, nimmt diese Ängste nicht ernst und fördert das Fortbestehen von Angsträumen an unseren Schulen.“
Mit der Ablehnung des Antrags der BfS fördern CDU, SPD, Grüne, Linke, FDP, SG Zukunft und AfD faktisch, dass schlecht ausgeleuchtete Bereiche auf Schulhöfen bestehen bleiben – mit allen Folgen für subjektives Sicherheitsgefühl, Nutzbarkeit und soziale Kontrolle.
**Ablehnung ohne nachvollziehbaren Grund**
Der von der BfS eingebrachte Vorschlag war verantwortungsvoll und maßvoll:
– bedarfsgerechte Beleuchtung statt Dauerlicht (zum Beispiel über Bewegungsmelder),
– Einsatz energieeffizienter LED‑Technik zur Minimierung des Stromverbrauchs,
– Prüfung dezentraler Photovoltaiklösungen zur weiteren Entlastung von Klima und Haushalt.
„Wir haben keinen Antrag auf Stromverschwendung gestellt, sondern auf intelligente, nachhaltige Beleuchtung“, betont Paul Bender. „Dass ausgerechnet Parteien, die sich gern Klimaschutz und Sicherheit auf die Fahnen schreiben, so einen Antrag geschlossen ablehnen, ist weder pädagogisch noch sicherheitspolitisch nachvollziehbar.“
Die BfS sieht in der Haltung der genannten Fraktionen einen klaren Widerspruch zu ihren öffentlichen Bekenntnissen: „Wer in Sonntagsreden von Kinderfreundlichkeit, Prävention und sicheren Schulwegen spricht, aber am Montag im Ausschuss konkrete Maßnahmen dagegen wegstimmt, macht eine Politik der hohlen Versprechen“, kritisiert Bender.
**Bürgerfreundlich wäre Zustimmung gewesen**
Bürgerfreundliches Handeln hätte bedeutet, den Antrag zu unterstützen, ein Beleuchtungskonzept zu erarbeiten und damit die Sicherheit und Nutzbarkeit der geöffneten Schulhöfe zu verbessern. Stattdessen verhindern CDU, SPD, Grüne, Linke, FDP, SG Zukunft und AfD einen pragmatischen, lösungsorientierten Schritt.
„Die Mehrheit im Rat hat sich heute bewusst gegen ein Konzept entschieden, das Sicherheit, Klimaschutz und verantwortlichen Umgang mit Steuergeld miteinander verbindet“, fasst Paul Bender zusammen. „Das ist ein fatales Signal an die Kinder, Jugendlichen und Familien in unserer Stadt.“
Die Bürgergemeinschaft für Solingen wird das Thema weiterverfolgen und erneut auf die Tagesordnung setzen. „Wir stehen an der Seite derjenigen, die ein Recht auf sichere und angstfreie Räume an unseren Schulen haben“, so Bender. „Und wir werden weiterhin klar benennen, wer sich bürgerfreundlichen und vernünftigen Lösungen entgegenstellt.“


