Published On: 30. April 2024Categories: Pressemitteilungen
Nachdem die SPD, die CDU, die Grünen und die FDP mehrheitlich die Sanierung des Doppelkreisels in Ohligs, etwas unter Zeitdruck im Hinblick auf Fördermittel, genauso beschlossen haben, wie er jetzt realisiert worden ist, zeigen sich verschiedenste Probleme, über die auch die Presse bereits berichtet hat. Seinerzeit hatte die Bürgergemeinschaft für Solingen (BfS) dieser Art des Umbaus nicht zugestimmt und tatsächlich bewahrheiten sich nun die damaligen Kritikpunkte und Anfragen:
a) Die neunen Verkehrsbeziehungen scheinen nicht zu funktionieren und werden wohl auch nicht so angenommen, wie sie sollten.
b) Die neuen Einbahnstraßen-Regelungen scheinen nicht richtig zu funktionieren und stoßen bei vielen Anwohnern auf Ablehnung.
c) Das Abbiegen auf die Bonner Straße nach rechts ist schwierig, nach links gefährlich und fast unmöglich.
d) Die Verkehrssituation für Fahrradfahrer hat sich verschlechtert.
e) Die Anwohner wurden nicht gut informiert. Dabei wurde in der Entscheidungsfindung wahrscheinlich zu sehr mit einzelnen Interessengruppen gesprochen, als mit allen Menschen, die diese Baumaßnahme betrifft.
f) Die Organisatoren des Dürpelfestes, also des Festival-Flaggschiffs für den Stadtbezirk, leiden unter dieser Baumaßnahme.
g) Noch ist unklar, ob die Baumaßnahme auch gastronomisch genutzt und einen (Event-)Impuls für den Stadtbezirk mit sich bringt, was sehr zu hoffen ist.
„Damit haben sich sieben der in den Beratungen aufgeworfenen Anfragen und Kritikpunkte teilweise oder sogar gänzlich bewahrheitet!“, stellt Michael Bender als Bezirksvertreter für die Bürgergemeinschaft für Solingen (BfS) fest. Als einzige Opposition in der Bezirksvertretung Ohligs / Aufderhöhe / Merscheid ist das eine zulässige und zutreffende Feststellung und keine „Klassenschelte“, denn: Für einen hier mehrheitlich von den Parteien gefassten Beschluss, mit dieser erheblichen Tragweite, ist die jetzige Situation einfach schlecht. Zeitdruck, mangelnde Information und selektive Kommunikation sind nur wenige Gründe hierfür!
Selbstverständlich trägt die Bürgergemeinschaft für Solingen (BfS) alle Prüfaufträge und Maßnahmen, die nun in einer Sondersitzung der Bezirksvertretung, gänzlich auf Kosten der Stadt Solingen in Auftrag gegeben worden sind mit, um die Auswirkungen dieser Baumaßnahme zu lindern. Hierbei kann im Sinne aller Menschen auf eine echte Linderung nur gehofft werden. Es wird jedoch, wenn überhaupt, nur eine Linderung, keine Heilung erzielt werden können. Bei aller Freude über einen umgebauten Platz sollte für zukünftige Maßnahmen aus den hier und jetzt aufgetretenen Problemen gelernt werden: Zeitdruck, mangelnde Information und selektive Kommunikation sind keine Voraussetzungen für gute, zukunftsfähige und allgemein akzeptierte Entscheidungen in unserem Stadtbezirk und in unserer Stadt.