
Die Mobilität der Zukunft wird digitaler, flexibler und kundenorientierter. Doch ist Solingen bereit für diese Veränderungen? Die Bürgergemeinschaft für Solingen (BfS) schlägt Alarm: „Während weltweit der öffentliche Nahverkehr durch digitale Angebote ergänzt und gestärkt wird, verfängt sich Solingen in altmodischen Debatten und bürokratischen Hürden. Unser Ziel als BfS: Solingen muss endlich eine zukunftsfähige Mobilitätsstrategie entwickeln – mit einem starken ÖPNV, digitalen Innovationen und verbindlichen Lösungen so der BfS Fraktionsvorsitzende Jan-Michael Lange .
Verantwortung der Stadt: Bei der Digitalisierung endlich den Turbo einschalten
Während Städte wie London, Paris und Berlin längst auf flexible und digitale Mobilitätsangebote setzen, steht Solingen vor einer immensen Herausforderung. Bundes- und weltweite Mobilitätsanbieter wie Uber, autonome Fahrzeuge und On-Demand-Shuttles zeigen, wie moderne Verkehrssysteme funktionieren können. Doch statt Chancen und Risiken dieser Entwicklungen strategisch zu analysieren und proaktiv zu gestalten, erleben wir von der Stadtverwaltung und insbesondere dem zuständigen Ordnungsdezernenten Jan Welzel eine Politik der Blockade und Verzögerung.
„Unsere Zukunft darf nicht durch Stillstand gefährdet werden! Jahre in rückwärtiger Abwehrhaltung haben den Fortschritt gebremst und die Herausforderungen für die Stadt erheblich wachsen lassen. Wir fordern vom Ordnungsdezernenten endlich einen Wandel im Denken – weg von Wettbewerbshysterie, hin zu strategischen und intelligenten Lösungen für einen modernen Mobilitätsmix“, so Lange weiter
Neue Mobilität als Chance statt Bedrohung sehen
Die internationale Entwicklung zeigt, wie traditionelle Verkehrsstrukturen durch neue Technologien ergänzt und verbessert werden können:
– Digitale Mobilitätsplattformen: In den USA und Europa bieten Plattformen wie Uber neben Fahrtendiensten auch die Möglichkeit, ÖPNV-Tickets zu buchen oder kombinierte Reisen zu planen.
– On-Demand-Angebote: Flexible, bedarfsorientierte Shuttlesysteme ermöglichen eine kostengünstige Mobilität von Tür zu Tür, insbesondere in ländlichen oder weniger stark besiedelten Stadtteilen.
– Autonome Fahrzeuge: In mehreren Städten werden fahrerlose Taxis bereits real erprobt.
Für Solingen könnten solche Innovationen den ÖPNV nicht nur ergänzen, sondern auch entlasten: Ein durchdachter Einsatz digitaler Mobilitätslösungen würde den ÖPNV leistungsfähiger, kosteneffizienter und attraktiver machen – wenn jetzt klug geplant wird!
Ernsthafte Defizite beim Ordnungsdezernat
Doch was tut die Stadt Solingen? Statt weitsichtig zu denken, verstrickt sich das Ordnungsdezernat offenbar lieber in alte Denkmuster. Keine klare Strategie, zögerliche Entscheidungen, eine Fixierung auf Fahrdienst-Anbieter wie Uber als Feindbild – all das fällt unserer Stadt auf die Füße.
– Wie sollen wir eine wachsende Bevölkerung mit einer alternden Infrastruktur bedienen, ohne auf flexible Lösungen zurückzugreifen?
– Ist es vertretbar, mögliche Partner im Mobilitätssektor aus ideologischen Gründen auszusperren, während Bürgerinnen und Bürger keinen funktionierenden ÖPNV erwarten können?
– Und wo bleibt die Planung angesichts klarer Entwicklungen in Richtung autonomer Fahrzeuge, kostengünstiger Shuttles oder digitaler Verkehrskonzepte?
Die Bürger und Bürgerinnen von Solingen haben ein Anrecht auf eine moderne und durchdachte Verkehrspolitik – keine Blockadehaltung, die wertvolle Zeit verschenkt.
Die Forderungen der Bürgergemeinschaft für Solingen:
Die Bürgergemeinschaft für Solingen (BfS) fordert einen Richtungswechsel – hin zu einer strategischen und den kommenden Jahrzehnten verpflichteten Mobilitätsplanung. Konkret lautet unsere Agenda:
1. Der ÖPNV als unverzichtbarer Kern: Solingen braucht einen bezahlbaren, modernen und zuverlässigen öffentlichen Nahverkehr als Basis der Mobilität – auch jenseits von rein ideologischen Antriebsforderungen
2. On-Demand-Lösungen integrieren: Flexible Shuttles sollten nicht als Konkurrenz, sondern als Ergänzung dort eingesetzt werden, wo der Linienverkehr keine ausreichende Versorgung leisten kann.
3. Digitalisierung des ÖPNV: Einsatz für die Einführung einer benutzerfreundlichen Mobilitätsplattform, die den Zugang zu allen Verkehrsmitteln – Bus, Straßenbahn, Bike-Sharing, Leihautos und On-Demand-Dienste – aus einer Hand möglich macht.
4. Vorausschauende Planung: Autonome Fahrzeuge werden auch in Deutschland zum Alltag gehören. Solingen muss sich bereits jetzt auf deren Integration vorbereiten.
5. Klare Regeln statt Verbotspolitik: Statt Anbieter wie Uber zu blockieren, sollte die Stadt klare und faire Rahmenbedingungen schaffen, damit Mobilitätsanbieter kooperieren und gleichzeitig soziale Standards wahren.
Unser Appell an die Stadtverwaltung
Solingen hat jetzt die einmalige Chance, den Mobilitätswandel aktiv mitzugestalten und sich als Vorreiter in NRW zu positionieren. Doch dafür braucht es politischen Willen und Entschlossenheit. Wir appellieren an den Ordnungsdezernenten und die gesamte Stadtspitze: Hören Sie auf, Chancen zu verpassen – handeln Sie!


